Samstag, 15. April 2017

Die ersten Tage in Lima

Die ersten Tage sind nun rum und es ist schon einiges passiert.

Nach einem relativ unspektakulären Hinflug, bei dem ich außer Essen und Schlafen nicht viel mehr gemacht habe, wurde ich nachts gegen 2 Uhr vom Flughafen abgeholt und zum ersten Hostel gebracht. Leider war die Nacht aufgrund eines Schnarchers weniger erholsam, aber naja. Das Frühstück war wenigstens super: Brot mit Avocado, frische Ananas, Papaya und Wassermelone... ich liebe es :)

Nach einer fast einstündigen Taxifahrt in einen sehr schönen Stadtteil Limas - Miraflores - hatte ich am nächsten Morgen dann mein erstes richtiges Ziel erreicht. Kaum angekommen kam ich gleich mit einem Israeli und einem Franzosen ins Gespräch, mit denen ich dann auch die nächsten 3 Tage verbrachte.
Wir schauten uns das historische Zentrum mit der sehr beeindruckenden Kathedrale an, eine aus Lehm erbaute Inka-Stätte, die Stadtteile Miraflores, Barranco und San Isidros, das direkt am Strand gelegene Einkaufszentrum Larcomar, probierten uns etwas durch die Speisekarten (am besten fand ich bisher Ceviche, roher in Zitrone und Kräitern marinierter Fisch, und Lomo Saltado, eine Art sehr salziges Rindergeschnetzeltes; am schlechtesten einen warmen Pflaumenpudding in Marmeladenkonsistenz zum Nachtisch; am besondersten war die gelbe Inka Cola --> nach spätestens einer halben Flasche wird einem kotzübel), beobachteten die vielen Surfer am Strand, usw... Besonders gut gefallen hat mir Barranco mit seinen schönen alten und imposanten Häusern und der Streetart. Und Pisco Sour ist mein neues Lieblingsgetränk, sehr lecker!
Die Peruaner sind sehr freundlich und hilfsbereit und allgemein ein sehr lustiges Volk. Allerdings können nur wenige wirklich gut Englisch, weshalb ich mich schon auf meinen Sprachkurs freue. Und sie sind sehr entspannt und nehmen das Leben nicht allzu ernst. 


Am zweiten Abend habe ich außerdem spontan Marie getroffen, mit der ich im Bachelor zusammen studiert habe und die seit knapp 2 Wochen ein Praktikum in Lima macht. Facebook machts möglich...

Heute habe ich mir einen chilligen Tag am Strand gegönnt, bevor es in den kommenden Wochen eher in Richtung 20 bis 0 Grad gehen wird. Da muss man die ca. 30 Grad hier einfach nochmal ausnutzen :) Leider habe ich aber auch schon wieder einen ziemlich krassen Sonnenbrand, manche Dinge ändern sich einfach nie... :)


Ach ja und da Ostern ist, war ich vorhin (also Samstag Abend) in einer Kathedrale am Parque Kennedy um einen traditionellen Ostergottesdienst mitzuerleben. Die Priester und einige Leute standen zuerst singend vor der Kirche, jeder mit einer brennenden Kerze in der Hand, und die Menschenmasse ist dann nach und nach in die Kirche gezogen. Leider habe ich davon kein Bild, da es mir etwas unpassend vorkam, aber es sah sehr schön aus. Von außen hab ich aber noch ein Bild machen können (s.u.).

Umzüge habe ich gestern schon gesehen, bei denen Leute singend durch die Straßen laufen.


Morgen geht es dann mittags mit dem Bus nach Paracas zum Bootfahren und Seelöwen gucken :) 

Montag, 10. April 2017

4 Monate Südamerika - vamos!

Hola! 

Nach knapp 1 1/2 Jahren im schönen Düsseldorf schreit mein Leben mal wieder nach Veränderung, weshalb es nun an der Zeit ist, meiner Mutter aufs Neue schlaflose Nächte zu bereiten.

In ein paar Stunden steige ich nun also in den Flieger von Frankfurt nach Lima, um dort meinen viermonatigen Südamerika-Trip zu starten. Dabei werde ich Peru, Bolivien, Chile, Argentinien und Brasilien bereisen. Die ersten drei Monate bin ich allein unterwegs, im letzten Monat kommt mich dann meine liebe Freundin Claudia aus Düsseldorf "besuchen".

Nachdem mein Blog während meines letzten längeren Auslandsaufenthaltes in Indonesien im Jahr 2014 ganz gut ankam, habe ich ihn hier erweitert und werde in den nächsten Monaten regelmäßig über meine Erlebnisse berichten und fleißig Bilder posten. Vor allem auf die Fotos vom Machu Picchu, der Salzwüste Salar de Uyuni und den Iguazu Wasserfällen dürft ihr gespannt sein (ich bin es auch :) ). Dazwischen wird es aber sicherlich auch genug anderes Schönes zu zeigen und Spannendes zu erzählen geben. 

Innerhalb der kommenden Monate erhoffe ich mir primär die Verbesserung meiner Spanischkenntnisse, viele neue spannende Erfahrungen, die Möglichkeit Einblicke in neue Kulturen zu erhalten, interessante Bekanntschaften, leckeres Essen, wunderschöne Landschaften, und natürlich auch stramme(re) Waden durchs viele Wandern ;-) Ach ja, und gegen ein bisschen Bräune hätte ich auch nichts einzuwenden.

Also, macht's gut und schaut doch ab und zu mal hier rein ;-)

Saludos, 

Nina

Sonntag, 5. Oktober 2014

Bei den Orang Utans in Sumatra

Obwohl ich - wie die meisten von euch sicherlich schon bemerkt haben - seit ca. 2 Monaten wieder daheim bin, ist die tolle Zeit in Indonesien noch nicht in Vergessenheit geraten. Wie ich erschreckend festgestellt habe, habe ich es nicht mal mehr geschafft, meine restlichen Erlebnisse hier in meinem Blog festzuhalten, die sich nach meinem Aufstieg zum Merapi ereignet haben. Liegt wohl daran, dass ich nur einige Tage danach auf Reisen gegangen bin:

5 Tage nach Sumatra, wo Maria, Kristin und ich unvergessliche Momente erleben durften. Wilde Affen, Gibbons und Orang Utans gab es zahlreich zu bestaunen, während wir in einer Gruppe von unserem Guide Lilly durch den Dschungel Bukit Lawangs geführt wurden. Da es auch im Dschungel nicht kälter ist als sonst, schwitzten wir natürlich wie nochmal was und waren froh, uns unter einem Wasserfall oder im Fluss neben unserem Nachtlager erfrischen zu können.






















Nach dem atemberaubenden Gefühl der Freiheit und Nähe zur Natur ging es in einer recht anstrengenden ca. 8-stündigen Busfahrt von Bukit Lawang über die Hauptstadt Medan weiter zum Lake Toba. Der Lake Toba ist der drittgrößte See Indonesiens und war früher einmal ein Vulkan, bevor er ausgebrochen ist und zerstört wurde. Der ganze See ist also eigentlich ein Krater. Klingt interessant - sah auch so aus! Nach der ziemlich anstrengenden Busfahrt in einem wahren Luxusschlitten (eine der schlimmsten Busfahrten meines Lebens - hinter der in Sulawesi!!! siehe Blogeintrag) kamen wir leicht fertig beim Lake Toba an und checkten in einer wunderschönen Anlage direkt am See ein. Für indonesische Verhältnisse ziemlich teuer, dafür gab es ein hammermäßiges (europäisches!) Frühstück inklusive und vom Pool aus konnte man direkt auf den See schauen. Ganz zu schweigen vom Badezimmer und dem eigenen stilechten Sumatra-Häuschen. Dieses schöne Häuschen habe ich dann auch die folgenden 2 Tage nicht mehr verlassen, da ich kurz nach unserer Ankunft plötzlich 40 Grad Fieber bekommen hatte und aller Anschein nach vom Essen des Vortages eine Lebensmittelvergiftung bekommen hatte. Naja, was nicht tötet härtet ab. Pünktlich zur Abfahrt war ich dann wieder einigermaßen genesen und ließ mir von Maria und Kristin berichten, wie schön die Umgebung, Landschaft, das Wasser und das leckere Essen waren. Wenigstens 2/3 von uns konnten die Zeit am Lake Toba genießen ;)











Von Medan aus trennten sich dann unsere Wege und meine kleine außer-indonesische Reise begann!

Freitag, 27. Juni 2014

Merapi

Spontan wie ich doch immer gerne bin, entschied ich Mittwoch Nachmittag am gleichen Abend noch den Merapi zu besteigen. Der Merapi ist einer der aktivsten und gefährlichsten Vulkane Indonesiens. Rund 50 km von Yogya entfernt steht und brodelt er vor sich hin. Normalerweise bricht er alle 4 Jahre aus - das letzte Mal im Herbst 2010, demzufolge müsste es bald mal wieder soweit sein. Zum Glück bin ich dann schon wieder daheim ;)
In einer Gruppe mit 9 Jungs aus Deutschland, Malaysia und Kanada sowie 3 Guides habe ich mich an den wirklich anspruchsvollen und mühsamen Aufstieg getraut. Eigentlich ist wandern nicht so mein Ding und ich kann mir wirklich besseres vorstellen als nachts um 1 Uhr zu wandern anzufangen, aber wenn ich schon mal in einem Land bin, das mehr als 100 Vulkane hat, kann ich mir das natürlich nicht entgehen lassen! Als einziges Mädchen mit einer leider nicht allzu guten Kondition bin ich im hinteren Teil der Gruppe gelaufen und hatte zum Glück genügend Männer um mich die die ganze Zeit auf mich aufpassten, mir bei schwierigen Wegen und Pfaden halfen und stets um mich besorgt waren. War ja schon fast süß :D Ich hatte auch sozusagen einen Guide für mich alleine, da er die ganze Zeit vor mir lief und mich beim Abstieg 90 % der Zeit gestützt hat, damit ich nicht ständig ausrutsche (was ich aber trotzdem ungefähr 100 Mal bin^^ Inklusive einem komplett aufgeschürften und verkratzen Schienbein...yippie...). Einige Stunden zuvor hatte es nämlich ziemlich stark geregnet. Hätte ich doch lieber vorher mal über den Kauf von geeigneten Wanderschuhen nachgedacht... Naja zu spät. 
Die 4 Stunden Hochlaufen haben sich letztendlich total gelohnt! Das letzte Stück bis zum Krater war wirklich die Hölle, da meine Beine am Arsch waren, meine Klamotten nass geschwitzt waren und ich deshalb ziemlich fror, es ziemlich ziemlich steil hochging und der Weg nur aus Sand und Asche bestand weshalb man so gut wie keinen Halt hatte. Oben angekommen bot sich mir jedoch ein unglaublicher Ausblick, der die ganzen Strapazen wert war, und die Glücksgefühle überwogen den Schmerz und die Anstrengung. Wir waren passend zum Sonnenaufgang oben angekommen. Ich stand über den Wolken, bestaunte die aufgehende Sonne und genoss den Blick auf die anderen 7 Vulkane in der Umgebung. Atemberaubend!
Ein zweites Mal würde ich auf keinen Fall den Merapi besteigen, aber für ein Mal kann ichs auf jeden Fall jedem empfehlen!