Freitag, 13. Juni 2014

WG-Shooting

Eins der Dinge, die noch auf der To-Do-Liste standen war unser gemeinsames WG-Shooting! Und heute war es endlich so weit! Die immer auftretende Kleiderfrage und Probleme mit Frisur etc. kosteten mir vorher zwar schon einige Nerven (bin seit meinem Frisurbesuch in Yogya nicht so wirklich zufrieden...Lag vielleicht dran, dass sie mich nicht verstand und ich sie nicht^^), jedoch war jegliche Anstrengung o.ä. verflogen alsbald wir beim Fotostudio angekommen waren und unser Shooting startete.

Hier ein kleiner Einblick:








Das Shooting mit den Mädels war toll, genauso wie das ganze Semester, während dem wir zusammen in der Jl. Pandega Siwi als "Pandega Siwi Chicks" gelebt haben. 

Wir hatten viel Spaß; sind gemeinsam durch Dick und Dünn gegangen; haben zusammen Kakerlaken in der Küche getötet und planten schon, die Hühner des Nachbarn ebenfalls zu killen; haben alle eine Leidenschaft fürs Spa entwickelt; hatten immer genug Gesprächsstoff (mal von höherer mal von niedrigerer Qualität haha); träumten gemeinsam von Brezeln, Käse, Sekt und Radler; ließen uns oft genug von Indos auslachen, die uns aus irgendeinem Grund immer lustig fanden; trällerten oftmals schiefe Töne ins Mikro beim Karaoke-Singen; chillten vor den Klausuren immer so viel, da wir zu faul zum Lernen waren (ist trotzdem immer gut ausgegangen^^); zogen es wirklich gemeinsam durch, ein halbes Jahr lang nicht zu kochen, sondern immer nur essen zu gehn haha; und vieles mehr... 

Es war wirklich ne tolle Zeit mit euch hier.
Terima kasih banyak, Pandega Siwi chicks saya ;) <3

Final Exams

Seit Montag heißts mal wieder: Exams! Dieses Mal die Finals. 
Bis jetzt läufts ziemlich gechillt, wie immer  halt :D 4 von 7 Klausuren hab ich schon. Morgen kommt Nummer 5, ist sogar ein open-laptop exam, d.h. man kann die Antworten einfach im Internet googeln und aufs Blatt Papier schreiben. Ja wirklich, sowas gibts! Nächste Woche hab ich keine Klausuren, muss jedoch noch ein mindestens 5seitiges Paper schreiben. Zwischendurch werd ich mir aber noch 2 Tage Strand und einen Trip zum Bromo gönnen. Am 24. und 25. sind dann meine beiden letzten Exams und dann ist das Semester schon vorbei. Krass, wie schnell das ging! 


Sulawesi

Gleich zu Beginn als Warnung: Das hier wird ein langer Post! Dieses Mal war ich nämlich 2 Wochen unterwegs und da Sulawesi die bisher vielfältigste Insel Indonesiens ist, auf der ich war, gabs viel zu sehen und zu erleben und dementsprechend jetzt auch zu erzählen ;)

Kristina, Doro, Nadja und ich freuten uns wie kleine Kinder auf den Urlaub in Sulawesi, da wir im Voraus schon so viel Tolles darüber gehört hatten und uns außerdem schon einen super Plan zurecht gelegt hatten, was wir in dieser Zeit alles machen würden. Zwar klappte nicht alles so perfekt wie wir uns vorher ausgemalt hatten (z.B. die Busfahrten, siehe später), jedoch haben wir im Groben alles gemacht und waren überall dort, wo wir auch hinwollten! 

Kaum in Makassar angekommen, saßen wir auch schon im Nachtbus nach Rantepao, der uns vom Süden der Insel Richtung Norden bringen sollte. Der Bus war der wohl komfortabelste, den ich in meinem Leben bis jetzt gesehen hatte! Richtig geil, mit dick gepolsterten Sitzen, Decke, Kissen und man konnte praktisch liegen.

Nach 11 Std in Rantepao angekommen gings sofort ins Riana Guesthouse, wo wir 2 Nächte blieben und mit dem Besitzer des Guesthouses Touren zu einer traditionnellen Beerdigung, den Totengräbern und einen Trek durch die Reisfelder und die atemberaubende Landschaft des Tana Toraja-Hochlandes machten.





















Dann dachten wir eigentlich, dass wir innerhalb von knapp 2 Tagen nach Ampana kommen könnten. Ampana liegt noch weiter nördlich und ist der Hafenort, von dem aus alle Fähren auf die Togian Inseln abfahren. Tja, Betonung liegt auf "dachten". Im Endeffekt hat es eher 3 Tage gedauert, da die Busfahrten doch länger und vorallem viel anstrengender waren als vorher ausgemalt. Da ich am Vortag wohl auch irgendwas Schlechtes gegessen hatte, war mir am Morgen der Abfahrt von Rantepao total schlecht. Ohoh, das hieß nichts gutes, wenn mir schon mal schlecht ist. Mir ist nämlich so gut wie nie schlecht, da mein Saumagen normalerweise alles verträgt. Tja, die Asiaten habens dann aber doch geschafft, was heißt dass ich schon nach 5 Minuten Busfahrt angefangen hab zu kotzen, und das leider nicht nur einmal.... :D Der armen Doro wurde davon wohl so schlecht, dass sie mitgemacht hat und wir uns mit gegenseitig Plastiktüten und Tempos reichen abwechseln konnten. Jedoch waren wir nicht die einzigen - dem halben Bus gings nicht so gut, was in einen nicht sehr angenehmen Geruch, interessante Würgegeräusche (insbesondere von unserem neuen Freund, dem "Kotzbrocken") und einen enormen Verbrauch an kleinen schwarzen Plastiktüten resultierte.
Als nächstes kam dazu, dass die Indos mal wieder einfach null organisiert waren. Es waren nämlich zu bestimmten Zeiten gewisse Straßen gesperrt. Anstatt dass wir die Pausen so legten, dass wir die Sperrzeiten umgehen konnten, mussten wir einfach jedes Mal warten, weil der Fahrer anscheinend nicht so weit denken konnte... Naja, daran haben wir uns hier mittlerweile schon gewöhnt, dass die Indos nicht so gerne mitdenken und einfach alles akzeptieren, so wie es ist. Egal ob mans ändern kann und ein besseres Resultat am Ende erhält wenn mans ändert - nein, es wird einfach alles akzeptiert und nicht in Frage gestellt. Darauf freu ich mich schon wieder in Deutschland, wenn einfach alles insgesamt strukturierter, durchdachter und besser organisiert ist. Ach ja, irgendwie schlagen die deutschen Wurzeln schon durch...

Mit 2 oder 3 Stunden Verspätung kamen wir dann endlich in Tentena an, wo wir uns zusammen mit einem holländischen Pärchen und einem Polen ein wirklich traumhaftes Homestay direkt auf dem Lake Poso organisiert hatten. Danke hierbei an Michael, der das einzig wirklich funktionierende Handy und genügend Nerven hatte, sich nach 17 Stunden Fahrt mitten in der Nacht um die schönste Unterkunft zu bemühen ;)


Zu siebt arrangierten wir dann auch einen Tag später einen Minibus, der uns nach Ampana zur Fähre fuhr. Die armen mussten auf dem Weg unsere Singkünste ertragen, da uns außer Singen und irgendwelche kleinen Spielchen nichts einfiel zum Zeitvertreiben.
Unser Homestay in Ampana war zwar voller Moskitos, doch nur 5 Minuten zu Fuß vom Hafen entfernt und Mr. Eddy - ein Angestellter dort - gab uns allen ne gratis Fuß, Arm und Kopfmassage :D War also ganz geil.
Abends gingen Michael, Kristina, Nadja und ich noch ein bisschen los um zum Karaoke zu gehn und ein Bierchen zu trinken. Nach kurzer Suche fanden wir ein Open Air-Karaoke, was von der Location her ziemlich geil war. Die Bedienung war auch nicht schlecht... Sie oder Er (oder Es?) war total aufgedreht, erzählte uns von ihrem Dasein als Ladyboy und war richtig witzig und aufgedreht! Den Abend werden wir wohl alle nicht so schnell vergessen... Genauso wie Lady Harbour, die Frau vom Touribüro, die zwar hilfsbereit aber schon fast ein bisschen zu aufdringlich war und uns sogar übers Mikro hinterherrief, dass wir am nächsten Morgen rechtzeitig zur Fähre kommen sollten^^

Am nächsten Morgen nahmen wir um 10 Uhr die Fähre nach Kadidiri, wo wir nach ca. 5 Stunden Schifffahrt ankamen.



Auf Kadidiri angekommen zogen wir jeweils zu zweit in einen kleinen Bungalow ein, der zusammen mit 3 Mahlzeiten täglich nur 100k IDR pro Person kostete (ca. 6 Euro). Das war für die nächsten 4 Tage unser Zuhause :) 



Jeden Tag organisierten wir Schnorcheltrips, bei denen wir immer mindestens zu sechst in nem Boot mit Fahrer unterwegs waren. Der Kerl von unserem Homestay, der uns bei den Schnorcheltrips begleitete war außerdem Fischer, was heißt dass er während wir schnorchelten nebenher fischte. Bewaffnet mit seinem Fischerstab besorgte er uns das Mittagessen. Beim ersten Ausflug gabs den Fisch sofort im Anschluss als Fish-Barbecue am einsamen Strand frisch zubereitet. Genial!
Die Schnorchelspots waren sooooooooooooo toll!!! Nichts im Vergleich zu dem, wo wir bis jetzt waren. Korallen in rot, gelb, grün, orange, gelb sowie Schwärme von Fischen in jeglichen Größen, Formen und Farben haben uns genauso fasziniert wie die Schildkröten und Delfine, die wir gesehen haben. :) Unglaublich! <3















Nach 4 Tagen im Paradies und vielen neuen Bekanntschaften mit coolen Leuten aus Österreich, Frankreich, der Schweiz, Wales und Kanada gings schweren Herzens wieder zurück nach Ampana und damit einen Schritt näher Richtung Heimat. Nochmal eine lange Busfahrt später - diesmal aber im relativ komfortablen Minibus zu neunt - kamen Doro, Kristina und ich in Poso an, von wo aus wir am folgenden Tag zurück nach Yogya fliegen sollten. Nadja und Michael hatten uns schon einen Tag vorher verlassen, da sie schon frühere Flüge gebucht hatten.

In Poso selbst gab es im Prinzip rein gar nichts zu sehen oder zu tun - die wohl langweiligste Stadt der Welt. Nicht mal ein Kino gabs dort. Aber nen Flughafen... Nach fast unendlicher Suche und einer am Ende doch recht witzigen Taxifahrt ließ uns der Taxifahrer in einem Spa raus. Wenn man nicht mehr weiterweiß: Spa geht immer!!! :) Das Spa war nagelneu und hatte wegen der erst kürzlich angestandenen Eröffnung nen nicht zu verachtenden Rabatt, weshalb wir im Endeffekt jeder nur 4 Euro für eine 90 minütige Behandlung mit Fußreflex-, Arm-, Kopf- und Rückenmassage zahlten, noch dazu in einem ziemlich luxuriösen und angenehmen Ambiente. Hätte schlechter kommen können ;) Indonesien ist in der Hinsicht wirklich ein Paradies für Frauen - die regelmäßigen Spabesuche vermisse ich jetzt schon!! :(

Und schwupps, war unser Urlaub auf Sulawesi schon vorbei. Wir haben so viel erlebt, hatten so viel Spaß und waren an einigen der schönsten Spots Asiens :) 

Donnerstag, 12. Juni 2014

Exhibition Day at UGM

Im Rahmen des Kurses "Entrepreneurship", den ich dieses Semester an der UGM belegte, gründeten meine Gruppe und ich das kleine Unternehmen "Sweety Bites". Auf Bestellung lieferten wir selbstgemachten Kaiserschmarrn und Apfelkuchen an unsere Kunden. Sinn der ganzen Sache war seine Fähigkeiten im Bereich Unternehmensführung und Management weiterzuentwickeln und ein eigenes Business in der Praxis aufzubauen.

Während des Semesters lieferten wir überwiegend an Freunde; jetzt am Ende war noch die Final Exhibition auf dem Sunday Morning Market bei der UGM angesagt. Alle Gruppen des Kurses hatten jeweils einen Stand auf dem Markt, wo man das eigene Produkt promoten und verkaufen konnte. Es waren wohl Mystery Shopper unterwegs, um unsere Leistung zu bewerten, die dann in die Endnote einfließen würde. Fand ich vom Prinzip her echt ne coole Idee und der Kurs war auch super. Endlich mal was Praktisches und nicht immer nur irgendwelche Theorien auswendig lernen...

Leider waren wir zwar nicht so super erfolgreich (was aber größtenteils am schlechten Geschmack der Indos lag, die wissen guten Kaiserschmarrn und Apple pies einfach nicht zu schätzen...tzzz...^^), dafür hatten wir aber ne Menge Spaß - ob beim gemeinsamen Vorbereiten und Kochen, oder beim Verkaufen am Exhibition Day) und die Gruppe war echt cool!

Hier ein kleiner Einblick: